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Photobücher 1891-1900

1891: Erste umfassende Geschichte der Photographie

Geschichte der Photographie. Mit den Bildnissen der Erfinder und Gründer der Photographie und einer Abbildung der ersten Photographie. / Von C[arl] SCHIENDL. – [Erste und einzige Ausgabe.] – Wien, Pest, Leipzig: A. Hartleben 1891. – Gr.8°. VII, [1], 380, [4] S. mit Falt-Frontispiz und einer Abbildung im Text. Ganzleinenband mit Schwarz- und Goldprägung.

Helmut Gernsheim schreibt in [1]: «Carl Schiendl machte den ersten seriösen Versuch, die wissenschaftliche Erforschung der photographischen Vorgänge in einer vom Mittelalter bis 1890 umfassenden Geschichte darzustellen [...] Eder enfederte Schiendl in der "Photographischen Korrespondenz". Ihre grosse Seltenheit soll sie seinem Einfluss zu verdanken haben.»

Ref.: [1] Tillmanns, Geschichte der Photograpie, 1981, S. 11/12.

Photobibliothek.ch 15928

Die abgebildeten Erfinder sind (gross in der Mitte): Petzval und Niépce (kleiner darum herum im Uhrzeigersinn): Niépce de St. Victor, Daguerre, Robinson, Carey Lea, Davanne, Poitevin, Albert, Mungo Ponton, W. a. W. Abney, M. A. Gaudin und Fox Talbot.

Was Schiendl als «erste Photographie» bezeichnet, ist nicht etwa der Blick aus dem Fenster in Saint-Loup-de-Varennes (erst 1898-1952 verschollen), sondern der Abzug von einer photographisch erzeugten Tiefdruckplatte «Le Cardinal d'Amboise».


1891: Eisenbahnkatastrophe von Münchenstein - der Bildbericht

L'ILLUSTRATION. – 49e Année, No 2521, Samedi 20 Juin 1891. – 2°. S. 529-541. Br.

Auf dem Titelblatt zwei Holzstiche nach Photographien. Oben: «La catastrophe de Moenchenstein. Les locomotives renversées sur la berge. Photographie Varady.» Unten: «La catastrophe de Moenchenstein. Les débris du train, vue prise de la rive droite de la Birse. D'après une photographie de MM. Bulacher et Kling.» Auf der Doppelseite 536/537 drei weitere Holzstiche nach Photographien von Bulacher & Kling, Müller und A.-J. Jungmann, auf S. 541 der Bericht zum Unfall. - Der schwere Eisenbahnunfall von Münchenstein der Jura-Simplon-Bahn (zwischen Basel und Biel) forderte 73 Tote. Der Einsturz der Eisenbahnbrücke über die Birs fand weltweite Beachtung, weil der Konstrukteur der Brücke ausgerechnet Gustave Eiffel war (der Eiffelturm war erst zwei Jahre zuvor fertiggestellt worden). - Die untere Photographie von Bulacher & Kling befindet sich als Originalabzug in der Sammlung. Die obere Photographie von Varady ist fast identisch mit einem weiteren Abzug von Bulacher und Kling, der sich ebenfalls in der Sammlung befindet (insgesamt 3 Abzüge).

Ref.: Im Licht der Dunkelkammer, S. 131 (Abb. Photo). Treichler, Abenteuer Schweiz, 1991, S. 266 (Abb. Holzstiche).

Photobibliothek.ch 12077

>>> Thema «Eisenbahnunglück Münchenstein 1891»


1891: Insektenauge als Kamera

Die Physiologie der facettierten Augen von Krebsen und Insecten. Mit 7 lithographierten Tafeln, einem Lichtdruck und 23 Holzschnitten im Text. / Eine Studie von Sigmund EXNER. – Leipzig und Wien: Franz Deuticke 1891. – 4°. Frontispiz (Lichtdruck), VIII, 206 S mit 23 Holzstichen, VII Bl. Tafeln (Chromolithographien). Privater Halbleienen-Einband mit blauem Kleisterpapier bezogen.

Frontispiz: «Mikrophotographie des aufrechten Netzhautbildes im Augenhintergrunde des Leuchtkäferchens (Lampyris spldl.). Vergrösserung 120. Aufgenommen mit Objectiv C von Zeiss.» - Das zu seiner Zeit sensationelle Bild wurde an der k. k. Lehr- und Versuchsstation für Photographie und Reproduktionsverfahren in Wien aufgenommen. Auf Seite 179 schreibt Exner, «dass dieses Thier, soferne es sich um das Netzhautbild handelte, noch im Stande wäre, Schilderschrift in der Entfernung von einigen Metern zu lesen. Die Dicke der Hauptstriche des an der Fensterscheibe angebrachten "R" betrug 4,9 Centimeter, die Entfernung desselben vom Auge 2,25 Meter.» - Eine ausführliche Beschreibung mit Abbildung befindet sich auch in [1].

Ref.: [1] Eder, Über Fortschritte in der Photographie, Wien, 1891.

Photobibliothek.ch 8917


1892: Frühe Geschichte der Photographie als Sonderausgabe des «Figaro»

FIGARO PHOTOGRAPHE. – Edition unique. – Paris: Le Figaro 1892. – 2°. [2], 48, [2] S. mit Abb., [12] Tafeln. Br.

Diese Figaro-Sonderausgabe zum Thema «Photographie» ist vor allem eine frühe Geschichte der Photographie, die bis zum 1890 von Gabriel Lippmann an der Sorbonne erfundenen Farbphotoverfahren reicht. Die zahlreichen Beilagen dokumentieren die damals verfügbaren Reproduktionsprozesse in eindrücklicher Weise. - «En lannée MVIIIXCII le Figaro, sous la direction de MM. F. Magnard, F. de Rodays, A. Périvier, a décidé d'entreprendre la publication de cet ouvrage à l'occasion de la première Exposition Internatinale de Photographie.» - Wieviele Tafeln es tatsächlich sind, ist unklar, es gibt kein Tafelverzeichnis. GEH verzeichnet nur 5 Tafeln, das vorliegende Exemplar enthält jedoch 12 Tafeln, die teilweise lose eingelegt sind. Die höchste Nummer lautet XIII, somit dürfte wenigstens 1 Tafel fehlen.

Zustand: Wasserflecken, weitere Mängel siehe Annotation

Photobibliothek.ch 12377


1892: Die Lebensgeschichte Daguerre's aus erster Hand

La découverte de la photographie en 1839. Description du procédé faite aux chambres législatives par [Louis Jacques Mandé] Daguerre, inventeur. / Par [Adrien] MENTIENNE. – Paris: Paul Dupont 1892. – Gr.8°. X S. mit Frontispiz, 162, [1] S. Text, VI Bl. Tafeln. Br.

Mit handschriftlicher Widmung des Autors: «A Monsieur [?] Sarrey hommage de l'auteur [?] Mentienne Adrien». - Adrien Mentienne (1841-1927) war Bürgermeister von Bry-sur-Marne und der Sohn von Daguerres bestem Freund. Eine der beiden erhaltenen Erstausgaben des Daguerre-Handbuchs wurde von Daguerre seinem Freund Mentienne gewidmet. Neben einer Lebensbeschreibung sind unter anderem das Daguerre-Handbuch (S. 17-98, Tafel I-VI), dieTotenreden (S. 113-115) und ein Gedicht von Etienne Carjat (S. 146-147) abgedruckt.

Ref.: Boni1 S. 68, 133. Gernsheim, Daguerre, London, 1956, S. 162. – Zustand: Kl. Fehlstellen am Umschlag

Photobibliothek.ch 699


1893: Erste in Russland erschienene Geschichte der Photographie

Daguerre i Niepce. [Kyrillischer Text nachfolgend ins Deutsche übertragen:] Dokumente und Artikel zur Geschichte der Erfindung der Photographie. Mit einem Porträt und mit Holzstichen. / Biographie und allgemeinverständliche Artikel von V. F. BOURINSKY. – Sankt Petersburg: 1893. – Kl.8°. Frontispiz, 80 S. mit Holzstichen. Br. – (Biographische Bibliothek F. Pavlenkov)

V. F. Bourinsky ist der Begründer des forensischen Photographie-Laboratoriums in Sankt-Petersburg (gegründet 1892). Das Literaturverzeichnis enthält ausschliesslich westliche Literatur, darunter «Histoire de la découverte impropremment nomée daguerréotype» von Isidor Niépce (1841) und «La photographie judicaire» von Bertillon (1890). Somit ist dieses Büchlein, welches damals 25 Kopeken kostete, wohl die erste in Russland erschienene Geschichte der Photographie. - Die Lebensdaten von V. F. Bourinsky sind unbekannt. Beim Herausgeber der Schriftenreihe handelt es sich wohl um Florentii Fedorovich Pavlenkov (1839-1900).

Ref.: Internet (Bourinsky). Library of Congress (Pavlenkov). – Provenienz: Serge Plantureux, Paris, 2003.

Photobibliothek.ch 12054


1893: Photogravüren aus Bosnien und der Herzegowina

Römische Strassen in Bosnien und der Hercegovina. I. Theil. Mit 24 Abbildungen auf 12 Tafeln und 1 Karte. / Von Pilipp BALLIF. Herausgegeben vom Bosnisch-Hercegovinischen Landesmuseum. Nebst einem Anhang über die Inschriften von Karl Patsch. – Wien: In Commission bei Carl Gerold's Sohn 1893. – 4°. [4], 70 S., XII Tafeln mit Abb. (10 Tafeln Photogravüren, 2 Tafeln frühe Autotypien), Faltkarte. Hln.

Schöne Photogravüren, welche die alten Römerstrassen in Bosnien und der Herzegowina dokumentieren. Teilweise sind die Tafeln mit bedruckten Seidenpapieren versehen, welche auf die Spurrillen hinweisen. - Das Buch ist vollständig digitalisiert im Internet zu finden. Ein «Theil II» ist wahrscheinlich nie erschienen.

Photobibliothek.ch 13254

 

 

 


1895: Die Polizeiphotographie wird zur eigenständigen Wissenschaft

Die Gerichtliche Photographie. Mit einem Anhange über die anthropometrische Classification und Identificirung. Mit 15 Abbildungen im Text und 9 Tafeln. / Von Alphonse BERTILLON, Chef du service d'identification de la préfecture de Police [de Paris]. – Autorisierte, vom Verfasser neu bearbeitete und vermehrte, deutsche Ausgabe. – Halle an der Saale: Wilhelm Knapp 1895. – 8°. VI, 111 S. mit 15 Fig., IX Bl. Tafeln. Halbleinen-Sammelband.

Schon kurz nach ihrer Erfindung wurde die Photographie zur Fahndung und Identifikation von Heimatlosen und Kriminellen eingesetzt [1]. Zu einer eigenständigen Wissenschaft wurde die Polizeiphotographie jedoch erst Ende des 19. Jahrhunderts, als Adolphe Bertillon (1853-1914) in der Polizeipräfektur von Paris ein anthropometrisches System zur Personenidentifizierung entwickelte [2] [3]. Dabei wurde der Delinquent von vorne und von rechts im Profil photographiert. Dazu sass dieser auf einem um 90 Grad drehbaren Stuhl mit Kopfstütze.

Ref.: [1] Wider das Leugnen und Verstellen, Fahndungsfotografien von Heimatlosen 1852/53, Fotomuseum Winterthur, 1998. [2] Serge Plantureux, Fichier des anarchistes, Paris, 1998. [3] L'Ame au corps, Ausstellung im Grand-Palais, Paris, 1993/1994.

Photobibliothek.ch 15816

Frontispiz und Titelblatt

En-face-Aufnahme mit und ohne Bart. Vergleiche beide Gesichter nacheinander
ohne und mit Maske (Cursor auf Bild)

Zimmer, wo das Verbrechen vollbracht wurde.
Photographie der Beschaffenheit des Ortes.

Jedes Individuum soll photographiert werden: 1. im Profil und 2. en face.
Das Holzlineal dient zur Einstellung der Verkleinerung auf genau 1:7
(das Lineal von 28 cm Länge soll auf der Mattscheibe 4 cm lang sein).

En-face-Bild eine Diebes von Profession: 1. nach dem Exemplar des anthropometrischen Archivs, 2. nach der in der Morgue aufgenommenen Photographie des Leichnams. Diese Person wurde in der Nacht durch eine Höllenmaschine getödtet, in dem Moment als sie es versuchte das Thor einer abgelegenen Villa zu erbrechen. Sein Körper in der Morgue unter der Rubrik «unbekannt» ausgestellt, wurde durch unseren specialen Dienst identifiziert.


1895: Photobriefmarken

The Latest Photographic Novelty. Your Photograph Re-produced in the Style of Portrait Stamps. Perforated and Gummed same as Postage Stamps. Einblattdruck 22,6 x 14,8 cm mit aufgeklebter Photobriefmarke, o.J. [ca. 1895]. / The ARTISTIC PHOTOGRAPHIC CO[MPANY], Berwick House, Oxford Street, London.

The Photographic Artistic Company war 1895-1900 an der 72, von 1901-1907 an der 90 & 92 Oxford Street W, ab 1908 an der 63 Baker Street. - Die aufgeklebte Muster-Photobriefmarke ist in einem Lichtdruckverfahren hergestellt (Runzelkorn), wie dann wohl auch die lieferbaren Sätze zu 50, 100, 200 oder 500 Stück. Als Vorlage konnte eine beliebige Photographie («carte-de-visite preferred») zur Verfügung gestellt werden.

Ref.: Pritchard, A Directory of London Photographers 1841-1908, 1994, S. 30. – Zustand: Da die Muster-Briefmarke nach dem Aufkleben nicht richtig trocknen konnte, hat das jeweils nächste Blatt geringfügige Spuren hinterlassen.

Photobibliothek.ch 14727


1895-1960: Langlebiges Photojahrbuch

PHOTOGRAMS OF THE YEAR. – London: Verschiedene Verlage 1895-1960. – 4°.

Zahlreiche Bände vorhanden.

Ref.: Koelzer 17420.

Photobibliothek.ch 11606

Titelblatt und Frontispiz 1898

Frontispiz 1927 mit der späteren Königin Elisabeth II


1895: Eine Dame photographiert den Staatspräsidenten mit einer «Photosphère»

Le RIRE. Journal humoristique paraissant le samedi. – No. 43, 31 Août 1895. – 4°. 12 S. Br.

Auf dem Titelblatt eine der berühmtesten Photo-Karikaturen überhaupt: «Au havre. Ca t'amuse de prendre un instantané de ce gros monsieur qui se baigne? Bête, tu ne vois donc pas que c'est le président!» Eine Dame photographiert den Staatspräsidenten mit einer «Photosphère». Vom Staatspräsidenten ist nur der Diener zu sehen, umso auffallender ist die Stereokamera.

Ref.: Spira, The History of Photography, 2001, S. 203. Scheid, Als Photographieren noch ein Abenteuer war, S. 89. Krauss, Die Fotografie in der Karikatur, S. 86. Collection M. & M. Auer, S. 201.

Photobibliothek.ch 12356

>>> Thema «Photographie in der Karikatur»


1895: Strip-Tease mit ungewohnter Choreographie

Le COUCHER DE LA PARISIENNE. – o.O. [Paris]. o.V. o.J. [um 1895]. – 16°quer. [20] S. mit [20] mont. Gelatine-Silber-Prints 12 x 17 cm. Rotes Leinen-Album mit Gold- und Blindprägung.

Der Strip-Tease kam erst anfangs des 20. Jahrhunderts auf. Zunächst wurden nur unbewegliche Hintergrundbilder mit nackten Damen in Music-Halls toleriert. Erst einige Zeit später gab es dann eine durchgehende «Geschichte» mit Höhepunkt und Lichterlöschen am Schluss der Darbietung. Von dieser klassischen Choreographie weicht der vorliegende Strip-Tease noch völlig ab: Hier liegt der Höhepunkt in der Mitte der Darbietung. Bei Bild 1 ist die Dame in voller Strassenkleidung, bei Bild 11 ist der Höhepunkt bereits erreicht, hier ist sie mehr oder weniger nackt, aber dann zieht sie sich wider an, um mit dem Nachthemd ins Bett zu steigen. Bei Bild 19, bläst sie schliesslich die Kerze aus und schläft bei Bild 20 - aus unerfindlichen Gründen weiterhin bei hellster Beleuchtung - friedlich ein...

Provenienz: Marché du livre ancien et d'occasion de Paris, 2003.

Photobibliothek.ch 12062


Mitte Januar 1896: «Eine neue Art von Strahlen»

Eine neue Art von Strahlen. / Wilhelm Conrad RÖNTGEN. [Aus den Sitzungsberichten der Würzburger Physik.-medic. Gesellschaft 1895. (Vorläufige Mittheilung.)] – 3. Auflage. – Würzburg: Stahel'sche K. Hof- und Universitäts- Buch- und Kunsthandlung [Mitte Januar] 1896. – Gr.8°. 12 S. Br.

Wilhelm Conrad Röntgen (1845-1923) entdeckte die X-Strahlen am 8.11.1895. Am 28.12.1895 erfolgte die Bekanntgabe an der Würzburger physik.-medic. Gesellschaft. Röntgen versandte die 1. Auflage «Eine neue Art von Strahlen» am Neujahrstag 1896 an Freunde und Kollegen. Bei Lossau [1] ist bereits die 2. Auflage abgebildet. Die vorliegende 3. Auflage wurde offenbar einmal gefaltet per Streifband Mitte Januar 1896 versandt; sie trägt auf der Rückseite den Poststempel «Basel, 28.1.96». Der eigentliche Sitzungsbericht erschien erst Ende Januar 1896 in gedruckter Form als Heft 9/1895 (vgl. [2]).

Ref.: [1] Lossau, Röntgen, 1995, S. 11 u. 200/201. [2] Liber Berlin 2001, Sitzungsberichte, vorläufige und II. Mittheilung, S. 161. [3] Carter/Muir 380. [4] ZVAB, 1.3.03, 5. Aufl. – Zustand: Der Länge nach einmal gefaltet (zum Versand per Streifband)

Photobibliothek.ch 11219



Poststempel vom 28. Januar 1896


25. Januar 1896: Früher Zeitschriftenartikel über Röntgenstrahlen

L'ILLUSTRATION. – No 2761, 54e Année, 25 Janvier 1896. – 2°. S. 69-88. Br. im Interimsumschlag.

S. 72/73: La découvert d'une lumière nouvelle. La découvert du Dr. [Wilhelm Conrad] Röntgen. Epreuve photographique obtenue par le Dr. Voller, de Hambourg. Die Autotypie des nur 3 Wochen zuvor erstmals publizierten Verfahrens zeigt eine durchleuchtete Hand mit Ehering. - Auch sehr schön S. 69 und 72: L'hiver en Suisse - Effets de glace.

Photobibliothek.ch 12715


30. Januar 1896: Weitere Zeitschriftenartikel

REVUE GÉNÉRALE DES SCIENCES PURES ET APPLIQUÉES. – 7e Année, No 2, 30 Janvier 1896. – 4°. S. I-XVI, S. 49-112. Br.

S. 49-51 La photographie de l'invisible (3 Abb.). S. 52-59: H. Poincaré, Les Rayon cathodiques et les Rayon Röntgen (5 Abb.). S. 59-63: W[ilhelm] K[onrad] Röntgen, Une nouvelle espèce de rayons (3 Abb.). S. 64: A. Schuster, Sur les «Rayons de Röntgen».

Photobibliothek.ch 13066


1896: Die Röntenphotographie im ersten Jahr

DEUTSCHE MEDICINISCHE WOCHENSCHRIFT. Mit Berücksichtigung des deutschen Medicinalwesens nach amtlichen Mittheilungen, der öffentlichen Gesundheitspflege und der Interessen des ärztlichen Standes. / Begründet von P. Boerner. Herausgegeben von A. Eulenberg und Jul. Schwalbe. – 22. Jg. 1926, Heft 1-52 mit Vereins- u. Litteratur-Beilagen. – Leipzig u. Berlin: Georg Thieme 1896. – 4°. 846, 232, 188 S. mit Abb., 1 Orig.-Photo, 1 Lichtdrucktafel. Hldr.

26 Originalartikel und unzählige Mitteilungen über Röntgenstrahlen im ersten Jahr nach deren Entdeckung im Dezember 1895. S. 65: Röntgens Entdeckung. S. 202: Meerschweinchen mit Metallsalzlösung als Kontrastmittel gefüllt. S. 240: Schirmbild. S. 477: Halogene als Kontrastmittel. S. 481: Erste schwere Hautschäden durch Röntgenstrahlen. S. 523: Ortung von Revolverkugeln im Gehirn durch 2 Aufnahmen (Orig.-Photo mit 4 Röntgenbildern). S. 645: Lichtdrucktafel mit 4 Röntgenbildern.

Photobibliothek.ch 9538

Dreidimensionale Ortung einer Revolverkugel im Gehirn


1896: Erstes populärwissenschaftliches Lehrbuch über die neuen Strahlen und allerlei Kurioses

La photographie a travers les corps opaques par les rayon électriques, cathodiques et de Röntgen avec une étude sur les images photofulgurales. Illustré de 16 gravures. / E[mmanuel] N[apoléon] SANTINI [DE RIOLS]. – Paris: Charles Mendel [1896]. – 8°. [8], 102, [2] S. mit Frontispiz-Holzschnitt (M. le Professeur Röntgen), 14 weiteren Holzstichen und 2 Autotypien. Br. mit Holzstich-Illustration (Röntgenbild eines Frosches).

Emmanuel Napoléon Santini de Riols (geb. 1847, Sterbedatum unbekannt) war Redaktor der populärwissenschaftlichen Zeitschrift «Science en famille». Das Buch ist nicht im BnF-Katalog aufgeführt, aber andere Bücher des Autors zu ähnlichen Themen. Im Internet wurde ein Exemplar mit datierter Widmung vom 10. März 1896 angeboten; das Buch erschien also unmittelbar nach Bekanntgabe der Erfindung zur Jahreswende 1895/1896. Dafür sprechen auch die mit «Bern, 13. Jan. 1896» datierten und als Autotypien abgebildeten Röntgenbilder. - Sowohl der Verlag (Reklame auf Seite 1), wie das Maison Radiguet (Reklame auf Umschlag-Rückseite) bietet «materiél complet pour la photographie des corps opaques» an, was vom völlig unbekümmerten Umgang mit den gefährlichen Strahlen zeugt. - Eher unter Kurioses gehört die «étude sur les images photofulgurales». Der Autor stellt darin die Theorie auf, dass Wetterleuchten verkleinerte Bilder eines Körpers auf einem anderen Körper abbilden kann (vgl. dazu die Zeichnung von Santini in Fig. 16).

Ref.: Wood 45.309. Jacobson 548.

Photobibliothek.ch 11829


1896: Amateur-Photographie im Jahre 1896

JAHRBUCH DER GESELLSCHAFT HAMBURGISCHER KUNSTFREUNDE und der Gesellschaft zur Förderung der Amateur-Photographie. 1896, Band II. – Als Manuscript gedruckt, Exemplar N° 43. – Hamburg: Lütcke & Wullf (Druck) 1896. – 4°. 82 S. mit Holzschnitten, 1 Bl. Photogravüre, 12 Bl. Autotypien. Br.

Mit Widmung von Ernst Juhl (1850-1915): «D[em] l[ieben] Freunde Behrens z[ur] fr[eundlichen] Er[innerung] Hamburg [18]98 Ernst Juhl» Die berühmte Photosammlung von Ernst Juhl befindet sich heute im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Laut Anzeige erschien Band I 1895. Koelzer und HBK2 kennen aber nur den vorliegenden Band II. Enthält: Ernst Juhl, Die internationale Ausstellung von Amateur-Photographien 1895. Mehrere Artikel von Alfred Lichtwark. Mitgliederverzeichnisse.

Ref.: Koelzer 10510. HBK2 01287d.

Photobibliothek.ch 3495


1896-1907: Kazuma Ogawa – die erste Lichtdruckanstalt in Japan

Kazuma Ogawa (1860-1929) eröffnete 1884 ein Photostudio in Tokio. Später produzierte er Trockenplatten und betrieb die erste Lichtdruckanstalt Japans.

Lit.: Japanische Photographie, 1993, S. 52/53 u. 98 - Eder, Geschichte der Photographie, 1932, S. 1032-1034 - DuMont Foto Bd. 5, 1984, S. 28 u. 32-34.

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Illustrations of Japanese Life. / S. Takashima. Vorwort von K[azuma] OGAWA. Photos von Kazuma Ogawa, K. Tamamura, S[eibei] Kajima und [William Kinnimond] Burton. – Tokio: Kazuma Ogawa o.J. [ca. 1896]. – 8°quer. 7 Vierfachblätter, aussen aus Kreppapier mit 12 kolorierten Lichtdrucken. Japanisches Blockbuch mit Kordelheftung. Umschlag aus Kreppapier mit farbigen Lichtdruck.

Ref.: Jeschke, Meinke & Hauff 9/261.

Photobibliothek.ch 2820

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Famous Castles and Temples of Japan. / K[azuma] OGAWA. – Tokyo: Ogawa o.J. [ca. 1900]. – 4°quer. [2] Bl. Text, 35 Bl. kolorierte Lichtdrucktafeln. Einband mit Reispapierbezug und Seiden-Titelschild, Vorsätze mit Goldflitter, Kordelbindung, Goldschnitt.

Kazuma Ogawa (1860-1929) betrieb ab 1884 ein Photostudio und die erste Lichtdruckanstalt Japans in Tokyo. Bilder aus Tokio (8), Kintai-bashi (1), Nikko (8), Sendai (1), Kamakura (2), Mitake (1), Koshiu (1), Nagoya (1), Kyoto (4), Uji (1), Osaka (1), Nara (2), Himeji (1), Miyajima (1), Kumamoto (1), Kagoshima (1).

Photobibliothek.ch 3321

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The Hanami (Flower-Picnic). / K[azuma] OGAWA. Described by S. Takashima. – 3. Auflage. – Tokyo: Ogawa 40. Jahr Meiji [1907]. [2] Bl. Titel und Einleitung, [24] Bl. kolorierte Lichtdrucktafeln mit Seidenpapier-Zwischenblättern, [1] Bl. Impressum. Einband mit Reispapiereinfassung und Seiden-Titelschild, Vorsätze mit Goldflitter, Kordelbindung, Goldschnitt.

Das japanische Kirschblütenfest (hanami) ist weltberühmt. Die Kirschblüte (sakura) blüht in Japan je nach Gegend Ende März bis Anfang Mai. Über den zeitlichen und geografischen Verlauf (Kirschblütenfront), der lokal etwa zehn Tage dauernden Blüte, wird in den Medien ausführlich berichtet.

Photobibliothek.ch 11573


1898: Bilder von Sumatras Ostküste

Sumatra's O[ost] K[ust]. Original Photogr[avuren]. [Karte Niederländisch, Beschriftung der Tafeln in Niederländisch, Deutsch und Englisch.] / C[arl] J. KLEINGROTHE. – Medan [Sumatra]: C. J. Kleingrothe o.J. [1898 oder danach]. – 2°quer. Titelblatt, 2 Bl. Karte, 66 Bl. Photogravüren (1-65 u. 40B). Ganzleinenmappe mit mont. Photogravüre, Gold- und Farbprägung.

Photogravüren auf aufgewalztem China von Johann Baptist Obernetter, München. Die Bilder zeigen - neben zahlreichen Stadtansichten und Landschaften Sumatras - auch die Gewinnung von Petroleum, Tabak, Kafee, Gummi und Tee. Auf dem Mappen-Deckel die Photographie eines in einer Falle gefangenen Tigers. - Carl J. Kleingrothe (1864-1925) arbeitete von 1883 bis 1915 in Medan (Sumatra, Indonesien),  bis 1889 angestellt im Photostudio G. R. Lambert & Co., 1889-1898 Stafhell & Kleingrothe, ab 1898 C. J. Kleingrothe.

Ref.: Rijksmuseum Amsterdam (Datierung auf 1898). RKD, Nederlands Institute for Art History (biographische Daten).

Photobibliothek.ch 3684

Einband

Photogravüre auf dem Einband (vgl. Bild darüber)

Medan, Kesawan-Strasse von Süden (Tafel 7)

Assistenten-Wohnung im Felde (Tafel 23)

Kaffee-Ernte (Tafel 34)

Battaker (Tafel 46)


1898: Anleitung zur Kunstphotographie

Das Figurenbild in der Kunstphotographie. / Von Th[eodor] Hofmeister. – Halle a. S.: Wilhelm Knapp 1898. – 4°. 22 S. mit Abb., [4] Bl. Tafeln. Krt. ill.

Photobibliothek.ch 12758


1898: Erste Biographie über Lewis Carroll

The life and letters of Lewis CARROLL (Rev. C[harles] L[utwidge] Dodgson). Illustrated. / By Stuart Dodgson Collingwood. – London: T. Fisher Unwin 1898. – 8°. xx, 448, [10] S. mit Abb. Leinen-Einband mit Goldprägung, Kopfgoldschnitt.

Die erste Biographie über Lewis Carroll (1832-1898) erschien kurz nach seinem Tod. Sie wurde von seinem Neffen Stuart Dodgson Collingwood (1870-1937) verfasst.

Ref.: R&S 1680.

Photobibliothek.ch 2688

Alice Liddell, das Vorbild für Alice im Wunderland

Zeichnung «Die karge Mahlzeit» zum Thema «Homöopathie».
Es wird anschaulich erklärt, wie stark das Essen verdünnt wurde:
1/1000000000000000000000000


1899: Erster Farbphoto-Bildband, allerdings mit «falschen» Farbphotos

MALERISCHE STUDIEN. Eine Reise um die Welt in 200 farbigen Photographien nach Naturaufnahmen. – Neuchâtel: Comptoir de Phototypie o.J. [1899]. – Gr.8°quer. [8] S. Titel u. Inhalt, 200 Bl. Farbtafeln, S. 201-232 Bildbeschreibungen. Ln. mit farbigem Prägedruck.

Wahrscheinlich der erste durchgehende Farbphoto-Bildband, allerdings noch mit chromolithographisch kolorierten Autotypien, also noch nicht mit «echten» Drei- oder Vierfarbenautotypien.

Ref.: HBK2 17199.

Photobibliothek.ch 10097


1899: «Ohne Schutzumschlag wird kein Exemplar zurückgenommen»

Aus dem Hochgebirg. / Sieben Erzählungen von Renata PFANNSCHMIDT-BEUTNER. – Schwerin i. M.: Verlag von Fr. Bahn 1899. – 8°. [4], 247, [1] S. Leineneinband mit dekorativem Gold- und Farbendruck. Brauner Schutzumschlag mit Tier- und Pflanzen-Vignetten.

[1], [2] und [3] weisen in Deutschland erste Schutzumschläge Ende der 90er Jahre des 19. Jahrhunderts nach. Der zweitälteste Schutzumschlag der Bibliothek stammt aus dem Jahre 1899. Der Klappentext lautet: «Ohne diesen Schutzumschlag und Schutzkarton wird kein Exemplar zurückgenommen.» Dies beweist erstens, dass das Ding schon damals «Schutzumschlag» hiess, und zweitens, dass der Schutzumschlag offenbar sehr schnell entfernt wurde. Letzteres ist auch kaum verwunderlich, wenn man den äusserst dekorativen Leineneinband mit Gold- und Farbendruck mit dem doch eher bescheidenen Schutzumschlag mit Tier- und Pflanzen-Vignetten vergleicht.

Ref.: [1] Rosner, Die Kunst des Buchumschlages, 1954. [2] Schauer, Kleine Geschichte des deutschen Buchumschlages im 20. Jahrhundert, 1962. [3] Buchumschläge 1900-1950, Aus der Sammlung Curt Tillmann, 1971.

Photobibliothek.ch 12794

>>> Thema «Schutzumschläge»


1899: Ist Photographie Kunst?

La photographie est-elle un art? / R[obert] de la SIZERANNE. – Paris: Hachette 1899. – 4°. 50, [1] S. mit [40] Autotypien, [7] Bl. Heliogravüren mit Seidenpapier-Deckblatt. Krt. SU mit 2 Heliogravüren.

Robert de la Sizeranne (1866-1932) war ein bekannter französischer Vertreter der pictorialistischen Photographie. Heliogravüren von Robert Demachy, James Craig Annan, Heinrich Kühn u.a. 2003 erschien es als Faksimile bei Rumeur des âges in La Rochelle.

Ref.: Collection M. + M. Auer, une histoire de la photographie, 2003, S. 350. The Truthful Lens, no. 102. – Zustand: 2 (von 7) Heliogravüren fehlen

Photobibliothek.ch 10600


1899: Schweizer Jugendstil-Photobücher

La Campagne genevoise d'apres nature. / Texte de Guillaume Fatio. Illustrations de Fréd[éric] BOISSONNAS. Collaborateurs de Fréd. Boissonnas: Carl Gollhard pour une partie des relevés photographique, Fritz Eggler pour l'arrangement artistique des illustrations. – Genève: o.V. (Druck Polygraphisches Institut, Zürich, vormals Brunner und Hauser). 1899. – 4°. 113 S. mit Lichtdrucken im Text, [30] Bl. Lichtdrucktafeln mit losen Seidenpapier-Zwischenblättern. Pappband illustriert.

Schöner Jugendstil-Einband mit Weizen-Ähren und Mohnblumen.- Faksimile-Nachdruck 1981 bei Slatkine in Genf.

Zustand: Seidenpapier-Zwischenblätter nur noch teilweise vorhanden.

Photobibliothek.ch 13750

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Genève à travers les siècles. / Guillaume Fatio. Illustrations de Fréd[éric] BOISSONNAS. Collaborateurs: Carl Gollhard pour une partie des relevés photographiques, Fritz Eggler pour l'arrangement artistique des illustrations. – Genève: o.V. 1900. – 4°. 177 S. mit zahlreichen Lichtdruck-Abb. im Text. Pbd. reich illustriert.

Sehr schön gedruckt mit aussergewöhnlichem Layout: Bilder mit Text verwoben, Personen ausserhalb der Bildumrahmung. Dreifarbiger Jugendstil-Einband mit Efeu-Verzierungen. Druck: Polygraphisches Institut, Zürich.

Zustand: Fehlstelle (3 cm) am Rücken, sonst tadellos

Photobibliothek.ch 606


1899: Autograph von Nadar

Eigenhändiger Brief von NADAR an einen Unbekannten mit Bezug auf den gemeinsamen Freund «Mariani» (wahrscheinlich Angelo Mariani) vom 15. Januar 1899. Doppel-Briefbogen 17,8 x 11,4 cm, erste Seite beschrieben. / Nadar ; [Angelo] Mariani. – Rot gedruckter Briefkopf mit Nadars Motto und Adresse: "Quand même!" "Marseille, Rue de Noailles, 21". Handschriftlich (mit schwarzer Tinte): "15 Janv. 99" "L'ami Mariani me communique" [...] "Sympathique confederation Nadar (-père)".

«Marseille, Rue de Noailles, 21, 15 Janv[ier] [18]99. L'ami Mariani me communique, Monsieur, votre consultation que je lis avec un vif intérêt. Toutes félicitations. Il n'ets pas possible d'avoir plus et mieux raison. Sympatique confederation, Nadar (-père).» - Übersetzung: «Marseiile, Rue de Noailles, 21, 15. Januar 1899. Freund Mariani, mein Herr, hat mir Ihren Ratschlag mitgeteilt, den ich mit lebhaftem Interesse las. Herzlichen Glückwunsch. Es ist nicht möglich, mehr oder weniger Verstand zu haben. Freundliche Verbundenheit, Nadar (der Ältere).» - Besonders interessant ist der doppelt unterstrichene Zusatz «-père», wie wenn Nadar besonders deutlich sagen wollte, dass der Schreibende nicht der Sohn Paul Nadar, sondern der ältere Nadar ist. Nadar hatte sich nämlich mit seinem Sohn, der das berühmte Pariser Photoatelier jetzt allein führte, verkracht und mit fast 80 Jahren nochmals ein eigenes Photostudio in Marseille gegründet.- Der gemeinsame Freund ist wahrscheinlich Angelo Mariani (1838-1914), der Erfinder des «Vin de Coca Mariani», einem Vorläufer von Coca-Cola. Mariani brachte ab 1891 die «Albums Mariani» heraus, die Porträts, Biographien und Handschriftenfaksimiles von berühmten Personen enthielten. Darin war Nadar sowohl als gefeierte Person wie als Urheber von Porträts enthalten.

Provenienz: Librairie Agnè Bonnot, Marsaz (Drôme), Juni 2012.

Photobibliothek.ch 14142


1900: Nadars Erinnerungen als Photograph

Quand j'étais photographe. / NADAR. Préface de Léon Daudet. [Titelbild nach einer Lithographie «Nadar élevant la photographie à la hauteur de l'art» von Honoré Daumier.] – [Erstausgabe.] – Paris: Ernest Flammarion [1900]. – Kl.8°. VIII, 312, [1] S. Broschur illustriert.

Handschriftliche Widmung Nadars auf dem Schmutztitel: «[A Armand Dayot bien cordialement,] mon petit dernier... Nadar, Paris, mai [19]05.» Armand Dayot (1851-1934) war ein bekannter französischer Kunsthistoriker und Kritiker. Der erste Teil der Widmung ist durch Kringel unleserlich gemacht; heute kann dieser Teil jedoch problemlos gelesen werden, da die überschreibende Tinte stärker ausgebleicht ist als Nadars Tinte.

Photobibliothek.ch 15167


1900: Geschichte der Daguerreotypie in «Les Contemporains»

Les CONTEMPORAINS. Niépce et Daguerre. / Agnétus Cécilius. – No. 407. – Paris: P. Péron-Vrau [1900]. – Gr.8°. 16 S. mit [4] Holzstichen. Broschur (ausgebunden). (Les Contemporains ; 407)

Neben den beiden Porträts ein Bild des Hauses von Niépce in Saint-Loup-de-Varennes (fälschlicherweise als «La maison de Daguerre» bezeichnet) sowie ein Bild von Daguerres Diorama.

Ref.: BnF (datiert 1900).

Photobibliothek.ch 16270

 

Alle Holzstiche (insgesamt vier) wurden bereits veröffentlicht in:
Les merveilles de la science. Description populaire des inventions modernes.
4 Bände. / Louis FIGUIER. – Paris: Jouvet o.J. [1888]. (Photobibliothek.ch 8958)


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