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Cascade du Sidi-Mécid, 1890  

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Was ist auf dem Bild? 

 

 

 

Photographien 1891-1900

1891: Bilder aus China

Execution at Kowloon [CHINA, 11. Mai 1891]. Gelatine-Silber-Print (Aristopapier) 9,8 x 14,2 cm. – Handschriftlich auf Rückseite (mit Tinte): "Execution at Kowloon" "Hongkong" "of the chinamen who look charge of the S.S. Namoa & murdered the crew".

Die Photographie eines unbekannten Photographen der Hinrichtung der Namoa-Piraten am 11. Mai 1891 wurde in zahlreichen Büchern veröffentlicht. Für westliche Leser waren die chinesischen Hinrichtungsmethoden barbarisch. Der deutsche Diplomat Rudolf Lindau war ein Augenzeuge: «Der Scharfrichter stiess ein wildes Geheul aus, legte das Messer langsam auf den Nacken des ihm zunächst knieenden Piraten, um sicher zu sein, dass er sich in gehöriger Entfernung von demselben befinde, brachte es rasch mit beiden ausgestreckten Armen in die Höhe und liess es alsdann mit äusserster Kraft auf den Nacken des ersten Verurteilten niederfallen. Der Kopf rollte in das Gras. Der Rumpf blieb noch einige Sekunden in knieender Stellung und fiel dann schwer zur Seite. Der Scharfrichter wartete dies jedoch nicht ab, sondern sprang, indem er wieder einen lauten Schrei ausstiess, zum zweiten Verbrecher und von diesem zum dritten, und hatte in weniger als einer halben Minute sein blutiges Werk vollendet. Er war davon nicht im Geringsten ergriffen und begann sofort nach der Hinrichtung lachend mit den ihn begleitenden Knechten zu sprechen.»

Ref.: Der geraubte Schatten, 1989, S. 396/397 (Abbildung und Zitat von Rudolf Lindau zur geschilderten Hinrichtung). Gernsheim, Geschichte der Photographie, 1983, S. 667 (Abb.). Barret, Die ersten Photoreporter, 1978, S. 161 (Abb.).

Photobibliothek.ch 3566

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Ansichten von Canton, China. / Souvenir von F. SCHÜRCH. – o.O. [Zürich]: F. Schürch o.J. [ca. 1891]. – Kl.8°quer. [48] S. mit 48 Albumin-Silber-Prints. Ln. mit Blind- und Goldprägedruck.

Sammlung von Aufnahmen verschiedener Photographen. Bemerkenswert: Vor und nach der Exekution der Namoa-Piraten in Kowloon am 11. Mai 1891.

Photobibliothek.ch 1233

Einband

Welcher Europäer würde freiwillig durch diese Gasse gehen?

Die beiden rechten Frauen haben abgebundene Füsse
(sogenannte «Lotos-» oder «Lilienfüsse»)

Vor der Hinrichtung ...

... und nach der Hinrichtung der Namoa-Piraten in Kowloon am 11. Mai 1891


1893: Reisephotographien aus Grossbrittanien

Grossbrittanien. 73 Albumin-Silber-Prints und 3 Gelatine-Silber-Prints 13 x 20 cm auf Karton 23 x 27 cm, datiert 1893-1897. / J[ames] V[ALENTINE], G[eorge] W[ashington] W[ilson] u.a. – Signatur und Titel im Negativ.

Reisephotographien aus den Archiven und Kopieranstalten bekannter, damals bereits alter oder verstorbener Photographen. 33 von James Valentine (1815-1880), 14 von George Washington Wilson (1823-1883), 6 von Francis Bedford (1816-1894), 6 von Francis Frith (1822-1898), 2 von A. Pettitt, 8 von W.L. sowie 7 anonyme Aufnahmen. Isle of Man, tanzende Highlanders, Forth Bridge, Edinburgh, Barmouth, Bridlington, Scarborough, Giant's Causeway, Staffa, London, Torquay usw. sowie 2 Privatphotos.

Ref.: Gernsheim, Geschichte der Photographie, S. 532/533 (über die Archive und Kopieranstalten von James Valentine und George Washington Wilson).

Photobibliothek.ch 9424

James Valentine, Forth Bridge from above Queensferry

Francis Bedford, Menai Suspension Bridge, from Bangor Side

W. L., The Honeycomb, Giants Causeway

Anonym, Fingal's Cave, Staffa

James Valentine, London, Bank of England


1894: Der erste Photoautomat

[Schäkerndes Paar im Photoautomaten BOSCO]. Ferrotypie 8,3 x 6,1 cm, o.J. [ca. 1894]. – Rückseite (gedruckt): "Bosco-Photographie. Angefertigt im Automaten Bosco." "Original Bosco Platte. Präpariert vom Erfinder. C. Bernitt. Hamburg."

Der Bosco-Automat wurde von C. Bernitt in Hamburg erfunden und ab 1894 auf Jahrmärkten aufgestellt. Im Deutschen Museum in München ist ein Bosco-Automat ausgestellt. Die Ferrotypie hatte einen Rahmen mit Jugendstil-Verzierungen, der auch noch einen anderen Zwecke diente: durch die hochgebogenen Ränder war die Photographie nämlich ihre eigene Entwicklungs- und Fixierschale. Mit einer minimalem Menge an photographischen Bädern konnte die Photographie so in 3 Minuten Entwickelt, fixiert und gewässert werden.

Ref.: Willsberger, Fotofaszination, Abb. (Automat und Photographie).

Photobibliothek.ch 12873


1895: Daguerre-Spielkarte

[Louis Jacques Mandé] DAGUERRE. Divulgateurs de la science, 3e Série. Spielkarte in chromolithographischem Prägedruck 10,6 x 7,1 cm, o.J. [um 1895]. / Chocolat Poulain.

Ref.: Daguerre und die Erfindung der Photographie, 1978, S. 119 (Abb.). – Zustand: Ecke links unten abgebrochen

Photobibliothek.ch 4187


1895: Spektakulärerer Eisenbahnunfall am Gare Montparnasse in Paris

Am Gare Montparnasse geschah am 22. Oktober 1895 ein spektakulärer Eisenbahnunfall. Ein von Granville kommender Zug fuhr um 15:55 Uhr in den Sackbahnhof von Montparnasse ein. Der Lokführer, der 19 Jahre Berufserfahrung hatte, hatte dabei noch eine relativ hohe Geschwindigkei (ca. 45 km/h), weil er eine Verspätung von 15 Minuten aufholen wollte. Da aber die Westinghouse-Bremse versagte und die Wirkung der Lokbremse nicht ausreichte, überfuhr der Zug den Prellbock und den anschliessenden Querbahnsteig, durchbrach das grosse Glasfenster und Lokomotive und Tender stürzten auf die Place de Rennes hinunter, während die 14 Wagen mit 131 Passagieren auf dem Gleise im Bahnhof stehen blieben.

Lokführer und Heizer waren rechtzeitig aus dem Zug gesprungen und blieben unverletzt. Es gab aber fünf Verletzte unter den Passagieren, und unten auf der Strasse starb eine Zeitungsfrau und eine weitere Frau wurde verletzt.

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Originalphotographie aus ungewohnter Perspektive

[EISENBAHNUNFALL AM GARE MONTPARNASSE, 22. Oktober 1895.] Gelatine-Silber-Print 12,0 x 17,0 cm auf dickem Karton 18,0 x 12,8 cm.

Im Vergleich zu den bekannten Holzstichen und Photographien zeigt die vorliegende Aufnahme den berühmten Unfall aus einer etwas anderen Perspektive, nämlich frontal von vorne. Dadurch sieht man die gusseisernen Dächer (zum Schutz der Marktstände vor Regen) auf der Place de Rennes, und man sieht vor allem ein Stück weit in die Bahnhofshalle hinein. Während Lokomotive und Tender in fast senkrechter Position hängen gebliebeben sind, erkennt man, dass der aus dem Loch herausragende Wagen ein Postwagen ist.

Photobibliothek.ch 16326

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Lichtdruck-Ansichtskarte

ACCIDENT SURVENU A LA GARE MONTPARNASSE le 22 Octobre 1895. Lichtdruck (Ansichtskarte) 14,1 x 9,2 cm, nicht gelaufen, o.J. [nach 1895].

Photobibliothek.ch 16325

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Le Petit Journal

Le PETIT JOURNAL. Supplément illustré. – No. 259, 3 novembre 1895. – 2°. S. 345-352. – (Le Petit Journal ; 259)

Auf Seite 249 «L'accident de la gare Montparnasse». Auf Seite 351 der Text zu einem der berühmtesten Unfälle der Geschichte: «Un train express entre à tout vapeur dans la gare Montparnasse, brise les buttoirs et la locomotive s'en vient tomber de la hauteur d'un deuxième étage en plaine rue de Rennes. Il pleut des locomotives.»

Ref.: Coe, Das erste Jahrhundert der Photographie, 1979, S. 95 (Amateuraufnahme, falsch datiert).

Photobibliothek.ch 11974

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Le Pilori

Le PILORI. – Dixième anné, No. 498, dimanche 3 novembre 1895. – 2°. [4] S.

Auf dem Titelblatt der kolorierte Holzstich «Horrible catastrophe, par Vignola. Ayez pitié des poves ministres, victimes d'un accident der chemin de fer.» Vgl. dazu in «Le Petit Journal», ebenfalls vom 3. November 1895 (auch in der Sammlung), «L'accident de la gare Montparnasse», über einen der berühmtesten Unfälle der Geschichte: «Un train express entre à tout vapeur dans la gare Montparnasse, brise les buttoirs et la locomotive s'en vient tomber de la hauteur d'un deuxième étage en plaine rue de Rennes. Il pleut des locomotives.»

Ref.: Coe, Das erste Jahrhundert der Photographie, 1979, S. 95 (Amateuraufnahme, falsch datiert).

Photobibliothek.ch 13792


1895: Akt in 16 Posen

[Aktphotographie eines weiblichen Modells in 16 Posen.] Albumin-Silber-Print 20,5 x 14,0 cm auf Karton 30,0 x 24,0 cm, o.J. [ca. 1895]. / A. CALAVAS.

Über A. Calavas, der zwischen 1870 und 1930 aktiv war, ist wenig bekannt. Sein Geschäft befand sich an der 68, rue Lafayette in Paris. Er war spezialisiert auf Aktphotographien des gleichen Modells in verschiedenen Posen (E-Serie mit weiblichen und F-Serie mit männlichen Modellen). Ob er überhaupt selbst Photograph war, ist nicht bekannt; als mögliche Photographen, die für ihn arbeiteten, werden in [1] Louis Igout und Otto Schmidt genannt.

Ref.: [1] Jacobson, Etudes d'après nature, 1996, S. 171 (Kurzbiographie A. Calavas). [2] Scheid, 1000 Nudes, 1994, S. 113 (Abb.). [3] Scheid, Bilderlust, 1991, S. 64 (Abb. aus der gleichen Serie).

Photobibliothek.ch 14154


1895: Nürnberg

Nürnberg, Burg, Hallertor. Albumin-Silber-Print 20,8 x 27,2 cm auf Karton 31 x 42 cm. / Ferdinand SCHMIDT. – Titel mit Bleistift auf der Vorderseite des Kartons, Prägestempel «Ferdinand Schmidt Nürnberg» im Print links unten.

Provenienz: Konvolut Ferdinand Schmidt Nürnberg 1895.

Photobibliothek.ch 10949

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Nürnberg, Arcadenhof im Bayrischen Hof. Albumin-Silber-Print 25,5 x 20,5 cm auf Karton 31 x 42 cm. / Ferdinand SCHMIDT. – Titel mit Bleistift auf der Vorderseite des Kartons.

Provenienz: Konvolut Ferdinand Schmidt Nürnberg 1895.

Photobibliothek.ch 15446

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Nürnberg, Tugendbrunnen. Albumin-Silber-Print 25,5 x 20,3 cm auf Karton 31 x 42 cm. / Ferdinand SCHMIDT. – Titel mit Bleistift auf der Vorderseite des Kartons.

Provenienz: Konvolut Ferdinand Schmidt Nürnberg 1895.

Photobibliothek.ch 15440

Tugendbrunnen


1895: Fliegender Mann an einem Hindufest

Einem Mann werden zwei Fleischhaken durch die Haut im Rücken gestochen (Photobibliothek.ch 12880). Der Mann wird mit den beiden Fleischhaken an einem etwa 15 Meter hohen Holzkran aufgehängt (Photobibliothek.ch 12879). Gemäss Archiv der Basler Mission stammen beide Aufnahmen von Wiele & Klein.

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[Fliegender Mann an einem Hindufest]. 2 Gelatine-Silber-Prints, 10 x 13 cm, o.J. [ca. 1895]. / [WIELE & KLEIN.]

Photobibliothek.ch 12880

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Man hanging by hook in his back. Gelatine-Silber-Print, 18,2 x 21,0 cm, o.J. [ca. 1895]. / [WIELE & KLEIN.] – Karton-Vorderseite (Bleistift): "Man hanging by hook in his back".

Photobibliothek.ch 12879


1895: Umfangreiche Sammlung Italien-Photos von Alinari und Brogi

Italia I-VI. 262 Albumin-Silber-Prints ca. 20 x 25 cm auf Kartons 25 x 33 cm, 15 Bl. handschriftliches Verzeichnis der Aufnahmen; o.J. [ca. 1895]. / Frat[elli] ALINARI (119) ; Carlo Bogi (115) ; G. J. (12). – Im Negativ beschriftet. – 4°. 6 Leinen-Mappen mit Goldprägung.

Die Gebrüder Alinari (Romualdo 1830-1891, Leopoldo 1832-1865, Giuseppe 1836-1892 und Vittorio 1859-1932) und Carlo Brogi (1850-1925) waren die erfolgreichsten Ateliers für italienische Reisephotographien mit Filialen in allen grösseren Städten Italiens. Die 262 tadellos erhaltenen italienischen Reisephotographien in 6 goldbedruckten Leinen-Mappen geben einen seltenen Überblick über die Vielfalt der komerziellen italienischen Reisephotographie am Ende des 19. Jahrhunderts. Die Aufnahmen verteilen sich wie folgt auf die einzelnen italienischen Städte und die Riviera: 45 Venedig, 68 Rom, 16 Pompei, 8 Mailand, 1 Comersee, 60 Neapel, 28 Florenz, 16 Pisa, 1 Sorrento, 7 Capri, 5 Nizza, 1 Monaco, 6 Monte Carlo.

Photobibliothek.ch 9610

Die 6 Mappen ....

... und das handschriftliche Verzeichnis aller Aufnahmen (15 Blätter)

I.3: Alinari, Venezia, Basilica di S. Marco, I quattro Cavalli

II.16: Alinari, Roma, Piazza Bocca della Verità col Tempio di Vesta

II.30: Brogi, Pompei, Interno del Museo

II.52: Brogi, Roma, Chiesa di S. Pietro in Vincoli, La statua de Mosè (Michelangelo)

III.14: Alinari, Roma, Ponte e Castel Sant' Angelo

III.18: Alinari, Roma, Il Panteon

III.47: Brogi, Milano, Faceista della Cattedrale

IV.1: Anonym, Napoli, Museo Nazionale, Dante Alighieri

V.17: Brogi, Macchenoraio napoletano, scena dal vero

V.21: Brogi, Funicolare del Vesuvio

V.22: Brogi, Vesuvio, lava de 1858

VI.32: Alinari, Firenze, Galleria Antica e Moderna, Il David (Michelangelo)

VI.48: Anonym, Pisa, Il Campanile

VI.53: Anonym, Pisa, Duomo, la lampada di Galileo


1895: Emile Zola

[Emile Zola.] Gelatine-Silber-Print 14,6 x 10,6 cm, Carte-de-cabinet, o.J. [1895 oder später]. / P[aul] NADAR. – Vorder- und Rückseite (gedruckt): "P. Nadar" "51, Rue d'Anjou" "53, Rue des Mathurins" "Paris".

Émile Zola (1840-1902) gilt als einer der grossen französischen Romanciers des 19. Jahrhunderts und als Leitfigur der gesamteuropäischen literarischen Strömung des Naturalismus. Zugleich beteiligte er sich aktiv am politischen Leben und setzte sich für die Liberalisierung der Gesellschaft ein. Sein Artikel «J'accuse» in der Dreyfus-Affäre führte zur Wiederaufnahme des Verfahrens und damit zur Haftentlassung und späteren Rehabilitierung des fälschlich angeklagten Offiziers Alfred Dreyfus.

Photobibliothek.ch 10203


1897: Wunderschönes Album einer Amateurphotographin aus Berkshire

Berkshire 1897. Klebealbum. / Ruth TOMLINSON. – Umschlag und Bilder von Hand beschriftet. – 16°quer. [5] Bl. mit 3 Celloidin-Silber-Prints und 2 Cyanotypien ca. 9 x 11 cm. Krt. mit Kordel-Bindung.

Wunderschönes Album mit 3 Landschaftsaufnahmen und 2 sehr schönen Aufnahmen einer Gruppe von 5 Kindern. Über die Amateurphotographin Ruth Tomlinson aus Berkshire ist leider nichts weiter bekannt. Mit «Berkshire» ist wahrscheinlich die englische Grafschaft westlich von London gemeint (auch in USA gibt es Orte dieses Namens), denn der Album-Karton stammt aus England (Prägestempel mit englischer Königskrone «Reynolds's Bristolboard»).

Das Album wurde im Rahmen einer Masterarbeit am Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern, Abteilung für Kunstgeschichte der Neuzeit und Moderne (Prof. C. Göttler) untersucht: «Ich will mir selbst ein Bild machen» - Bilder für alle. Hat die Entstehung der Amateurfotografie das Bewusstsein verändert? Eine Untersuchung der Geschichte der Fotografie anhand des Fotoalbums der Ruth Tomlinson aus dem Jahre 1897. / Irja Böhm. Bern, 2009. (Photobibliothek.ch 13400)

Photobibliothek.ch 9614


1898: Das Grabtuch von Turin

[Das Grabtuch von Turin, 1898]. Gelatine-Silber-Print 28,8 x 21,2 cm (Negativdruck). / [Secondo PIA.]

Das Grabtuch von Turin soll angeblich den toten Jesus bedeckt haben, und dabei soll sich sein Körper auf dem Leinen abgebildet haben. Als das Grabtuch 1898 erstmals photographiert werden durfte, entdeckte der Photograph Secondo Pia (1855-1941) zu seinem Erstaunen, dass das entwickelte Negativ eigentlich das Positiv war, oder umgekehrt gesagt, dass das Grabtuch eigentlich ein Negativ ist! Daraus entwickelte sich ein unendlicher Gelehrtenstreit darüber, wann und wie die Abbildung entstanden sein soll. Mehrere unabhängige Radiokarbondatierungen ergab zwar 1988, dass die zur Verfügung gestellten Proben aus dem 14. Jahrhundert stammten, was aber den heftigen Streit zwischen Wissenschaft und Theologie nur noch verstärkte. 1993 stellte der Südafrikaner Nicholas Allen sogar die Hypothese auf, dass Grabtuch sei eine um 1280-1357 entstandene Photographie. Zu diesem Zeitpunkt hätten bereits alle notwendigen Mittel zur Verfügung gestanden: eine Camera obscura mit Bikonvexlinse aus Quarz, Silbernitrat als lichtempfindlicher Stoff und Ammoniak als Fixiermittel. Er stellte selbst eine Grabtuch-Photographie mit den genannten Mitteln her (Belichtungszeit: «wenige Tage»).

Ref.: Robin, Die Fotos des Jahrhunderts, 1999, Photo 001. Yorath, Fotografie, 2001, S. 15. Nicholas Allen, Is the Shroud of Turin the First Recorded Photograph? Perez, Corpus Christi, 2003, S. 14 u. S. 28-30. Fotografia italiana dell'Ottocento, S. 56.

Photobibliothek.ch 11615


 

Das Grabtuch ist eigentlich ein Negativ (im Computer aus der Originalphotographie erzeugt)

Die Originalphotographie ist ein Negativ, weil das Gesicht so wie ein Positiv erscheint
 


1898: Zehn Kilogramm Reise-Erinnerungen

Reise-Erinnerungen. 57 Albumin-Prints 20 x 27 cm, 65 Albumin-Prints 9 x 14 cm, 5 Gelatine-Prints 18 x 24 cm, 13 Gelatine-Prints 11 x 16 cm, 7 Photochrom 16 x 22 cm, 3 Photochrom 11,5 x 16,5 cm, 26 Lichtdrucke 20 x 27 cm, 96 Postkarten. / Fratelli ALINARI ; A[lfred] Noack ; Gebr[üder] Wehrli. – o.O. o.V. Vereinzelt datiert 1898-1901. – 4°quer. [100] S. Ln. mit Blind- und Goldprägung.

Ausserordentlich umfangreiches Erinnerungsalbum von Wien, Budapest, Florenz, Rom, Neapel, Genua, Nizza, Monte Carlo, Monaco, Schweiz, Ostende, Versailles, Brüssel, Amsterdam, Paris, Anvers. Total 272 Bilder, Gewicht an die 10 kg! Darunter auch eine Trauerkarte von «Sissi» (1837-1898), die 1898 in Genf ermordet wurde.

Photobibliothek.ch 1795

Einband

Doppelseite mit Trauerkarte «Sissi»

Doppelseite mit Photos vom Matterhorn

Doppelseite mit Photos von Anvers und Ostende (Belgien)

Trauerkarte «Sissi», die 1898 (also in der Entstehungszeit des Albums) in Genf ermordet worden war

Umkleidewagen im belgischen Seebad Ostende


1899: Die Alben von R & H Kennedy

Erstes Album: Views of Cairo seen October 1899

Kairo und Umgebung, Pyramiden von Gizeh, Mumie Ramses II [recte: Seti I.]. Album mit 22 Albumin-Silber-Prints ca. 22 x 28 cm. / [Frères] BONFILS (17) ; [C. u. G.] Zangaki (1) ; [Emil Brugsch] (1) ; Anonym (3). – Signatur und Titel im Negativ. – o.O. o.V. 1899. – 4°quer. [24] Bl. Hldr.

Provenienz: Besitzervermerk und Datierung "R & H Kennedy [...] Views of Cairo seen Oct. 1899"; zusammen mit zweitem Album (Zangaki). – Zustand: Albumblätter mit Fehlstellen (Ecken)

Photobibliothek.ch 2262

Bonfils, Le Caire, Mosquée de Mohamet Ali

Bonfils, Mosquée Assan Pacha, fontaine des ablutions, Caire

Bonfils, Avenue des pyramides pendant la vue du Nil

Bonfils, Vue générale des tombeaux des Califes et citadelle du Caire

Bonfils, Interieur du temple de Chaffa

Bonfils, Le Caire, Mosquée de Mohamet Ali, fontaine des ablutions

Bonfils, Caire, Tombeau des Mameluks

Bonfils, Cour et colonade de la mosquée El-Azhar, avec étudiants
(schwarz-weisse Version)

Bonfils, Cour et colonade de la mosquée El-Azhar, avec étudiants
(handkolorierte Version)

Bonfils, Laboureur en Egypte

Bonfils, Ascension de la grande pyramide par un touriste

Bonfils, Vue de Boulac, prise de Gezireh

Bonfils, Caire, Avenue de Koubr-el-Aâma

Ramses II.
Bei der Mumie handelt es sich nicht um Ramses II (um 1323-1279 v. Chr.), sondern um Seti I. (auch Sethos I., um 1303-1213 v. Chr.), den Vater von Ramses II. Die Photographie wird Emil Brugsch (1842-1930) zugeschrieben, der die Mumie 1881 in der Cachette von Deir el-Bahari nördlich von Theben für das Ägyptische Museum in Kairo sicherstellte. Die Cachette war um 930 v. Chr. als Mumiendepot zum Schutz vor Grabräubern angelegt worden.

Unbekannter Photograph, Pyramiden von Gizeh

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Zweites Album: Reise durch den Suezkanal

Port Said (9), Suezkanal (7), Suez (5), Malteser (1). Album mit 22 Albumin-Silber-Prints ca. 22 x 28 cm. / [C. u. G.] ZANGAKI (19). – Signatur und Titel im Negativ. – o.O. o.V. o.J. [ca. 1890]. – 4°quer. 22 Bl. Hldr.

Provenienz: Besitzervermerk "R & H Kennedy"; zusammen mit zweitem Album (Bonfils). – Zustand: Einige Prints u. Albumbl. mit kl. Fehlst., Rücken ersetzt

Photobibliothek.ch 2263

Zangaki, Groupe des sahas au bord du Nil

Zangaki, Entrée des lacs amers

Zangaki, Vue de Port Teufik Suez


1899: Boxeraufstand

BOXERS AND PIRAT[E]S [IN] CANTON. Albumin-Silber-Print 20,4 x 25,7 cm auf Karton 25,8 x 33,5 cm, o.J. [1899-1901]. – Titel im Negativ. Auf Karton-Vorderseite (schwarze Tinte): "Zum Tode durch «Erhängen» verurteilte Chinesen. Die Galgen in Form viereckiger Gestelle sind transportabel. Den Delinquentnen sind die Füsse zusammengebunden."

Das Bild entstand wohl zur Zeit des Boxeraufstandes 1899-1901.

Photobibliothek.ch 14086


1900: Gefälschte Daguerreotypie von Nicolo Paganini

Nicolo PAGANINI. Heliogravüre, Plattengrösse 24 x 12 cm, Blattgrösse 34,0 x 24,9 cm. / G[iuseppe] Fiorini ; Obernetter ; Breitkopf und Härtel. – Faksimile einer Notenzeile mit Unterschrift: "Nicolo Paganini" "Eigenth. u. Verl. v. G. Fiorini, München." "Heliogravüre Obernetter, München." "Comm. Verl. v. Breitkopf u. Härtel, Leipzig.". Zusätzl. Prägestempel: "Copyright 1900 by G. Fiorini-München".

Der Geigenbauer Giuseppe Fiorini aus München verkündete Ende des 19. Jahrhunderts, dass er eine Daguerreotypie von Nicolo Paganini (1782-1840) entdeckt hätte, die um 1840, also gerade mal ein Jahr nach deren Entdeckunung, entstanden sei. Mit der vorliegenden Photogravüre verdiente er viel Geld. Doch schon 1901 wies Arthur M. Abell nach, dass es sich wahrscheinlich um eine Fälschung handelt. Auf der Aufnahme ist also höchstwahrscheinlich ein Schauspieler abgebildet, der den berühmten Geigenvirtuosen mimt.

Ref.: Artikel von Arthur M. Abell: http://www.gegoux.com/fake.htm (abgerufen 8.6.2012).

Photobibliothek.ch 14097


1900: Guglielmo Plüschow

[Frauenporträt]. Albumin-Silber-Print 22,3 x 16,4 cm, o.J. [um 1900]. / Guglielmo PLÜSCHOW. – Roter Stempel «Guglielmo Plüschow, 34, Via Bardugno (?), Roma», blauer Stempel «Fotografia Aurora, Via Babuino, 103, Roma», mit Tintenstift «9903».

Ausserordentlich schönes Porträt einer jungen Frau mit langen dunklen Haaren.

Zustand: 3 mm Eckabriss r.o.

Photobibliothek.ch 11301


1900: Handkolorierte Sixtinische Kapelle

Roma - Palazzo Vaticano, Cappella Sistina. Il Giudizio Universale. [SIXTINISCHE KAPELLE, Das Jüngste Gericht.] Handkolorierter Gelatine-Silber-Print, 25,8 x 19,9 cm, o.J. [ca. 1900]. / Fratelli ALINARI.

Photobibliothek.ch 3655


1900: Mit der ersten Brownie photographiert

Postkarte von Norbert Leiner aus Konstanz an seine Mutter Martha Leiner in Dürrheim vom 10. August 1900. Auf der Postkarte ist eine Kontaktkopie, die er mit seiner neuen BROWNIE CAMERA gemacht hat. Das Bild zeigt die Kanzleistrasse in Konstanz mit der Malhaus-Apotheke an deren Ende. Gelatine-Silber-Print 9,2 x 13,9 cm, Grösse der Kontaktkopie 5,0 x 5,0 cm.

«Konstanz, 10. VIII. 1900. Liebe Mamma! Wir, Erich und ich, photographieren jetzt fleissig, und ich möchte Dir hiermit eine Probe meiner neuen Brownie Camera zeigen. Gestern photographierte ich den Herrn Brugger in Staad, ohne dass er nur etwas davon wusste, und das Bild wurde nicht einmal so schlecht. Als Neuestes kann ich dir vielleicht berichten, dass Herr Kanzler Mayer gestorben ist. Doch jetzt kommt wieder der Schluss, und wie soll ich da schreiben? Ich mache es kurz und schreibe: Herzlichen Gruss von Deinem Norbert.» - Bei der Kamera muss es sich um die erste Brownie-Kamera von Kodak handeln, benannt nach den Heinzelmännchen-Comics von Palmer Cox, angeblich zu Ehren des Konstrukteurs Frank A. Brownell. Sie war speziell für Kinder gedacht (günstiger Preis, einfache Bedienung) und war 1900-1980 in mehr als 100 Modellen erfolgreich.

Photobibliothek.ch 13994


1900: Szenen aus dem Leben einer britischen Kolonisten-Familie in Indien

Die Bibliothek besitzt ein Konvolut mit etwa 80 Photos, welches Szenen aus dem Leben einer Kolonisten-Familie in Kodaikanal zeigt, einem Kurort auf etwa 2200 m ü.M. in den Palanibergen im indischen Bundesstaat Tamil Nadu. Der Hausherr ist auf zahlreichen Privatphotos des Konvolutes abgebildet. Er ist wahrscheinlich Irländer aus der Grafschaft Cork. Zwischen 1900 und 1902 arbeitete er für A. S. Jamal Bros. Co. Cotton Factory in Thayetmyo (Photograph Hrallall) in Burma (heute Myanmar). 1902 zog er mit seiner Familie nach Kodaikanal. Sein Name ist leider nicht bekannt. Ein Nachbar in Kodaikanal war ein General Mackenzie, der auf Merton Lodge wohnte; weitere Namen sind Mrs. Stendenon und Mrs. Clifford. Im Konvolut finden sich Photos von der nächsten grösseren Stadt Madura (seit 1949 Madurai) und von der Hafenstadt Madras (heute Chennai) mit den deutschen Photographen Wiele & Klein. Ausserdem enthält das Konvolut Photographien aus Cawnpore (heute Kanpur) von den Gedenkstätten für die indische Rebellion von 1857 (Photograph C. N. Mittra) und aus Simla (heute Shimla) am Fusse des Himalaia.

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Das Kodaikanal-Album

Vom Erinnerungsalbum über das Leben in Kodaikanal sind noch zwei vollständige Blätter vorhanden, weitere Aufnahmen nur noch als einzelne kleinformatige Privataufnahmen.

Albumseiten aus dem Konvolut KODAIKANAL. 2 Kartonblätter 26 x 36 cm je recto und verso mit 22 Photos unterschiedlichen Formats, o.J. [ab ca. 1902].

Photobibliothek.ch 3814

Auf der grossen Aufnahme ist der Hausherr von Kodaikanal liegend zu erkennen

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Die Heimat Cork in Irland

Die Familie stammte wahrscheinlich aus der Grafschaft Cork in Irland. Dies geht aus einigen professionellen Aufnahmen aus dieser Gegend hervor, die alle mit «W. L.» signiert sind. William Lawrence (1840-1932) eröffnete 1865 in der Sackville Street in Dublin ein Photostudio, dessen Chefphotograph Robert French (1841-1917) war. Die Lawrence Collection wird heute in der National Library of Ireland verwahrt.

Wooden Bridge, Bandon [County Cork]. Albumin-Silber-Print, 11,2 x 15,7 cm, o.J. [um 1875]. / W[illiam] L[AWRENCE] ; [Robert French].

Photobibliothek.ch 3572

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Doundanil, Co[unty] Cork. Albumin-Silber-Print, 11,2 x 16,4 cm, o.J. [Aufnahme um 1865, Abzug wohl später]. / W[illiam] L[AWRENCE] ; [Robert French].

Photobibliothek.ch 14827

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Die Baumwollfabrik in Thayetmyo in Burma

Zwischen 1900 und 1902 war die Familie offenbar in Burma (heute Myanmar) und das Familienoberhaupt arbeitete dort für die A. S. Jamal Bros. Co. Cotton Factory in Thayetmyo.

A. S. Jamal Bros. Co. Cotton Factory. Gelatine-Silber-Print 16 x 21 cm, o.J. [1900-1902]. / HRALLALL Photographer, Thayetmyo, Burma. – Photograph und Titel im Negativ.

Photobibliothek.ch 11035

Das Familienoberhaupt von Kodaikanal befindet sich in der hinteren Reihe ganz links. Weiter sind zu sehen: fünfzehn Kolonialherren und -damen (teilweise mit Tropenhelm), drei Inder (mit Turban) und zwei Hunde. Ein Mann in der Mitte zeigt seine Kodak-Klappkamera Cartridge Nr. 3, die 1900-1907 produziert wurde (Coe, Kodak, S. 96).

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Das Leben in Kodaikanal

Das private und gesellschaftliche Leben ist durch zahlreiche Photographien dokumentiert. Darunter befinden sich auch einige perfekt erhaltene Platinotypien, einer doch eher seltenen Technik für Privataufnahmen; besonders bemerkenswert ist die Aufnahme eines leider unbekannten Indischen Dorfes.

Garden Party at General Mackenzie, Merton Lodge, KODAIKANAL, S[outh] India, July 10th 1903. Gelatine-Silber-Print 10,3 x 15,7 cm.

Photobibliothek.ch 14808

Der bärtige Mann in der Mitte ist wohl General Mackenzie. Der zweite von links in der vorderen Reihe ist der Hausherr von Kodaikanal, umrahmt von seiner Frau und seinen zweiTöchtern.

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[KODAIKANAL, Kostümfest] 3 Gelatine-Silber-Prints 20,5 x 25,5 cm (1) und 15 x 20 cm (2), o.J. [ca. 1905].

Provenienz: Konvolut Kodaikanal.

Photobibliothek.ch 11036

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[Indisches Dorf bei KODAIKANAL]. Platin-Print 15,0 x 20,3 cm, o.J. [ca. 1905].

Photobibliothek.ch 11038

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Madura (Madurai)

Die nächste grössere Stadt von von Kodaikanal ist Madura (seit 1949 Madurai).

Lilly Tank & Gopurams, Meenachi Temple [Minakshi-Tempel], MADURA. Albumin-Silber-Print 21,5 x 27,2 cm auf Karton 26,3 x 35,5 cm, o.J. [ca. 1890]. – Titel im Negativ.

Photobibliothek.ch 11146

Der Minakshi-Tempel ist die Haupt-Sehenswürdigkeit von Madura (Madurai)

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Madras (Chennai)

Eine grosse Hafenstadt an der Ostküste Südindiens ist Madras (heute Chennai). Von dort haben sich einige Photographien der deutschen Photographen Wiele & Klein erhalten.

[Hafen von Madras (heute Chennai), Indien]. Albumin-Silber-Print, 10,0 x 14,8 cm, o.J. [ca.1890]. / W[IELE] & K[LEIN].

Photobibliothek.ch 14806

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Cawnpore (Kanpur)

Die Familie hatte auch Reisen in Indien unternommen und bekannte Touristenorte besucht. Einer davon ist Cawnpore (heute Kanpur). Dort fand während der indischen Rebellion von 1857 ein Massaker statt, bei dem auch zahlreiche Frauen und Kinder umgebracht wurden.

Massacre Well. Albumin-Silber-Print 23,6 x 18,0 cm, o.J. [ca. 1890]. / C. N. MITTRA, Cawnpore [heute Kanpur]. – Verso mit Photographen-Stempel.

Photobibliothek.ch 14814

Das Mahnmal für das Massaker von 1857

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Massacre House. Albumin-Silber-Print 18,5 x 24,2 cm, o.J. [ca. 1890]. / C. N. MITTRA, Cawnpore [heute Kanpur]. – Verso mit Photographen-Stempel.

Photobibliothek.ch 14815

In diesem Haus verschanzten sich die britischen Truppen, mussten aber schlussendlich vor der indischen Übermacht kapitulieren.

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[Sati Chaura Ghat, Cawnpore (heute Kanpur), Indien]. Albumin-Silber-Prints 14,9 x 20,7 cm, o.J. [ca. 1890]. / C. N. MITTRA. – Verso mit unvollständigem Photographen-Stempel.

Photobibliothek.ch 14807

Sati Chaura Ghat in Kanpur ist ein Teil der Gedenkstätte am Ufer des Ganges. Hier wurden nach der Kapitulation die Briten hingebracht. Obwohl ihnen freies Geleit auf Booten zugesichert worden war, eröffneten die indischen Truppen das Feuer und brachten fast alle Männer um. 125 überlebende Frauen und Kinder wurden nach Kanpur zurückgebracht und dort später ermordet. Dieses Massaker spielt in der britischen Geschichtsschreibung bis heute eine besondere Rolle.

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Simla (Shimla) am Fusse des Himalaia

Fünf sehr schöne professionelle Aufnahmen sind leider nicht näher bezeichnet. Auf einer Aufnahme ist im Hintergrund ein riesiges schneebedecktes Gebirge erkennbar, das eigentlich nur der Himalaia sein kann. Somit müssten die Aufnahmen in der Gegend von Simla (heute Shimla) entstanden sein. Der bekannteste Photograph, der in Simla tätig war, ist Samuel Bourne.

[SIMLA am Fusse des Himalaia]. 5 Albumin-Silber-Prints 20 x 27 cm, o.J. [ca. 1890].

Photobibliothek.ch 11074


1900: Berufsporträt

[Ganzporträt einer Serviererin mit umgehängter Geldtasche ein Bier einschenkend.] Gelatine-Silber-Prints, Cartes-de-cabinet, o.J. [um 1900]. / G[ustav] A. PEYRL junior, photograph[isches] Atelier, Herzogenburg, N[ieder-]Oest[erreich].

An August Sander erinnernde Aufnahme mit der Werbung «Electrische Specialeinrichtung für Bilder bis Lebensgrösse».

Provenienz: Konvolut Jugendstil-Album Zürich.

Photobibliothek.ch 15689


1900: Kirche mit Daguerres letztem Diorama

Brie s/ Marne [BRY-SUR-MARNE], Eglise. Lichtdruck (Postkarte) 9,0 x 14,0 cm, gelaufen, o.J. [um 1900].

Die Kirche ist in sehr schlechtem Zustand: überall bröckelt der Verputz von den Wänden. In diese Kirche baute Louis Jacques Mandé Daguerre 1941 sein letztes Diorama ein. Hinter dem Chor ist die Beleuchtungseinrichtung sichtbar.

Photobibliothek.ch 16322


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