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CAMERA LUCIDA nach W. H. Wollaston. Am Fuss signiert «P. B.», Firmenzeichen auf Innenseite des Deckels (Maler-Palette, Schrift unleserlich). In Originaletui 6 x 27,5 x 3 cm, mit 12 Linsen, o.J. [ab 1833]. / P. B[erville], Paris. William Hyde Wollaston (1766-1828) erfand die Camera lucida 1807. Dank ihrer ausserordentlichen Kleinheit wurde sie sehr beliebt und viel von Reisenden und Künstlern benutzt. Ein identisches Modell ist im Musée Nicephore Niépce ausgestellt: Nicéphores Bruder Claude erwarb im Oktober 1818 eine Camera lucida in London für 8,5 Guinees, und auch William Henry Fox Talbot beschreibt in «The Pencil of Nature» seine ihn nicht befriedigenden Bemühungen, am Comer See Skizzen mit Hilfe der Camera lucida anzufertigen. - In der Sammlung befinden sich zwei Camera lucidae, eine mit «P. B.» (vorliegend) und eine mit P. Berville» signiert. Des weiteren befinden sich zwei unterschiedliche Bedienungsanleitungen in der Sammlung, eine von 1922 von P. Berville und eine mit «G. Imbert» gestempelte von 1929. Ausserdem gibt es noch eine Rechnung der Firma P. Berville für ein Occasionsinstrument aus dem Jahre 1947 mit dem Hinweis «Maison Fondée en 1833». Aufgrund dieser Unterlagen kann gesagt werden: Camera lucidae von P. Berville wurden wahrscheinlich seit 1833 hergestellt und bis weit ins 20. Jahrhundert hinein verwendet. Ref.: Paul Jay, Niépce, 1988, S. 72, 74, 75. Wiegand, Die Wahrheit der Photographie, 1981, S. 46-48. Gilai Collectibles (Internet), identische «19th Century Camera Lucida by Berville». Photobibliothek.ch 2798
Links am Teleskoparm die Schraubenzwinge zur Befestigung der Camera lucida am Tisch. Rechts das Prisma mit der Halterung für eine der 12 Korrekturlinsen, die im Fach in der Mitte aufbewahrt werden. ——— Wie funtioniert die Camera lucida? Notice explicative sur la chambre claire universelle [CAMERA LUCIDA]. Modèle déposé. / P. Berville, 25, Rue de la Chaussée-d'Antin, Paris. – Paris: Imp. Hemmerlé, Petit et Cie. 1922. – Kl.8°. 25, [2] S. mit 31 Abb. Br. ill. Photobibliothek.ch 12821
Figur 1 der Bedienungsanleitung zeigt, was der
Die Camera lucida wird an einem Tisch gegenüber dem abzuzeichnenden Objekt (hier eine Kopie der Venus von Milo) festgeschraubt. Das Zeichenpapier wird auf der Tischplatte mit Klebeband befestigt. Damit das Auge sowohl das Objekt wie die Zeichnung scharf sieht, muss eine passende Korrekturlinse eingesetzt werden (siehe Bild unten).
Auch dem ungeübten Amateur gelingt es nun, mit Blick durch das Prisma, die Umrisslinien in den exakten Grössenverhältnissen nachzuziehen. Etwas Mühe bereitet dabei der Umstand, dass das Objekt durch die obere Hälfte der Pupille und der Bleistift durch die untere Hälfte der Pupille betrachtet werden muss (siehe Bedienungsanleitung Figur 1, Position B).
1850: Lithophanie LITHOPHANIE in Holzständer. Lithophanie aus weissem Biskuitporzellan 13,5 x 11,2 cm in Laubsägerahmen 28 x 21 cm auf gedrechseltem Fuss Durchmesser 14 cm, Gesamthöhe 45 cm, o.J. [ca. 1850]. – Pariser Sichelmarke, Platten-Nr. 1222. Bei der Lithophanie (griechisch = durchscheinender Stein) handelt es sich um ein Relief aus Biskuitporzellan, das im Durchlicht betrachtet wie eine feine Graphik wirkt. Dünne Schichten des Porzellanmaterials mit einer hohe Lichtdurchlässigkeit erzeugen helle Bildflächen, dicke Materialstellen mit einer geringen Lichtdurchlässigkeit verursachen dunkle Bildpartien. Die Abstufung von Licht und Schatten und deren feinste Nuancierungen ergeben den Eindruck eines Schabkunstblattes. Baron Charles de Bourgoing gilt als Erfinder der Lithophanie. Seine erste Produktion ist in einem Preis-Courant von 1827/28 der Manufacture de Lithophanie in Paris belegt. - Die vorliegende Lithophanie zeigt zwei Mädchen und ein Knabe beim Holz sammeln. Der Knabe sitzt weinend auf einem Baumstrunk, während das ältere Mädchen versucht einen Dorn aus seinem Fuss zu entfernen. Das jüngere Mädchen trocknet ihm inzwischen die Tränen ab. Ref.: Photo-Antiquaria 1+2/1994, S. 39-48. Verwiebe, Lichtspiele, 1997, S. 93-95. Photobibliothek.ch 204
1889: «The Kodak», ein Meilenstein in der Kamerageschichte KODAK Nr. 2, ca. 1889/90. Boxkamera. Fabrikations-Nr. 2482. / The Eastman Company (Rochester, NY, USA). – Für Rollfilm, 60 oder 100 Aufnahmen mit einem Durchmesser von 3,5 Zoll. Periskop-Objektiv. Sektorenverschluss. Runder Mattscheibensucher. George Eastman (1854-1932) erfand die erste Rollfilmkamera und brachte sie 1888 unter dem Namen «The Kodak» auf den Markt. Das revolutionäre Prinzip bestand in der Trennung von Arbeiten, die jeder Photographierende leisten kann, von den Arbeiten, die nur der Fachmann beherrscht. Wenn der Eigentümer seine 100 kreisrunden Aufnahmen gemacht hatte, wurde die Kamera an die Eastman Company gesandt. Hier wurden die Bilder entwickelt und die Kamera mit einem neuen Film geladen. Das ganze wurde dann an den Eigentümer zurückgesandt und dauerte weniger als zehn Tage. - Ab Juni 1888 wurde «The Kodak» mit Zylinderverschluss und ohne Sucher produziert, sie machte 100 Aufnahmen mit einem Durchmesser von 2,5 Zoll. Im Laufe des Jahres 1889 wurde der sehr teuer zu fertigende Zylinderverschluss durch einen einfacheren Sektorenverschluss ersetzt und ab Oktober 1889 «Kodak Nr. 1» genannt. Im Oktober 1989 erschien dann die vorliegende «Kodak Nr. 2», ebenfalls mit Sektorenverschluss, aber neu mit Sucher und grösserem Bild-Durchmesser von 3,5 Zoll. - Der Rollfilm bestand zunächst aus Papier mit einer löslichen Gelantineschicht, die nach dem Entwickeln durch warmes Wasser vom Papierträger abgelöst werden konnte. Der Chemiker Henry M. Reichenbach, der von Eastman eingestellt worden war, fand heraus, dass sich aus Nitrozellulose ein viel besser geeigneter biegsamer und transparenter Film herstellen liess. Dieser verbesserte Rollfilm kam im April 1889 auf den Markt. Ref.: McKeown S. 143. Coe, Kodak, 1/3. Photobibliothek.ch 313
Das Magazin für 100 Aufnahmen
1900: Reisekamera in Handtaschengrösse REISEKAMERA. Laufbodenkamera o.J. [ca. 1900]. – Für Glasplatten 13 x 18 cm. Objektiv Busch Anastigmat 190mm/1:7,7, Serie III, Nr. 3. Rouleau-Verschluss 1/90-1/15+T, DRGM 169641. Mattscheibe 13 x 18 cm. Zustand: Ohne Kasetten Photobibliothek.ch 3888
Zusammengeklappt ist die Kamera nicht grösser als eine Handtasche
Der Auszug über den
hinteren Laufboden reicht
Über den vorderen Laufboden kann die Kamera zusätzlich bis auf fast die dreifache Brennweite des montierten Objektivs ausgezogen werden
1900: Stereobetrachter fürs Wohnzimmer STEREOBETRACHTER. Tischmodell, H = 41 cm, B = 24 cm, T = 26 cm, für 50 Stereokarten, o.J. [um 1900]. Zustand: Transportband teilweise schwergängig Photobibliothek.ch 4302
Die erste «Brownie» (1900) The Brownie Camera. Boxkamera, 1900-1901. / KODAK. – Für Rollfilm 117. Objektiv Fixfocus-Meniskus mit Original-Filzdeckel. Rotationsverschluss M+Z. Aufsteckbarer Mattscheibensucher. Erste Brownie-Kamera, benannt nach den Heinzelmännchen-Comics von Palmer Cox, angeblich zu Ehren des Konstrukteurs Frank A. Brownell. Sie war speziell für Kinder gedacht (günstiger Preis, einfache Bedienung) und war 1900-1980 in mehr als 100 Modellen erfolgreich. Ref.: Coe 3/1. Photo-Antiquaria 1/1989, S. 5-8. – Zustand: Sehr gut erhalten Photobibliothek.ch 575
——— Originalschachtel (1929) Brownie Nr. 2, Modell F (USA-Ausführung), rot. Boxkamera, 1929-1933. In Originalschachtel. / KODAK. – Für 120er Rollfilm. Objektiv Fixfocus-Meniskus. Rotationsverschluss. 2 Brillantsucher. Mit der bekannten Originalschachtel mit dem Brownie-Männchen aus den Heinzelmännchen-Comics von Palmer Cox (angeblich so benannt zu Ehren des Konstrukteurs Frank A. Brownell). Ref.: Coe 3/3. Photo-Antiquaria 1/1989, S. 5-8. Photobibliothek.ch 573
——— Bakelitkamera (1954) Brownie Baby Special. Bakelit-Boxkamera in Original-Schachtel und mit Original-Gebrauchsanweisung, o.J. [ca. 1954]. / KODAK. – Für 127er Film (5 x 6,5 cm). Objektiv Fixfocus-Meniskus. Rotationsverschluss. Fernrohrsucher. Die äusserst erfolgreiche Kamera wurde 1939-1954 produziert. In Originalschachtel mit Mutter und Kind im Bikini (d.h. um 1954). Mit Original-Gebrauchsanweisung «Meet Your Baby Brownie Spezial Camera» mit dem Brownie-Männchen. Ref.: Coe 3/49. Photobibliothek.ch 11534
1902: Aktinometer Bee Meter. Aktionometer in Form einer Taschenuhr, o.J. [ca. 1902]. / [Alfred] WATKINS. Durch Alfred Watkins 1895 patentiert. Die Belichtungsmessung erfolgt aufgrund einer Probebelichtung von Chlorsilberpapier auf einen Referenz-Grauwert. Montiert ist ein Referenz-Grauwert. Im Gehäuse befinden sich noch eine weitere Referenz mit zwei Grauwerten sowie 4 Reserve-Chlorsilberpapiere. Ref.: Podlogar S. 27/28 u. 179. Photobibliothek.ch 11538
Virtuelle Ausstellung «Belichtungsmessung»
1905: Optischer Belichtungsmesser Aktino-Photometer. Optischer Belichtungsmesser, Magnalium-Guss, ca. 1905. In Original-Kartonschachtel. / [Gustav] HEYDE, Dresden. Beim Durchblick durch das Photometer wird mittels Blaukeil ein bestimmter Verdunkelungsgrad erzeugt. Ref.: Photo-Antiquaria 3+4/1985, Nr. 3. Podlogar S. 40. Photobibliothek.ch 3284
Virtuelle Ausstellung «Belichtungsmessung»
1915: Unbekannte Schweizer Kamera HELVETIA. Klappkamera mit Laufboden und Schwenkrahmen, o.J. [ca. 1915]. / Carl Pfann, vorm. Krauss & Pfann, Zürich. – Platten 9 x 12 cm. Objektiv Periskop-Aplanat Carl Pfann Zürich 1:11 f = ca. 14 cm. Verschluss «Ica» 1/100-1/25+B+T. Grosse Mattscheibe und kleiner drehbarer Brillantsucher. Bisher unbekannte Schweizer Kamera. Sitzende Helvetia auf der lederbezogenen Aussenseite des Laufbodens. Innenseite des Laufbodens und Schwenkrahmen aus blankem Aluminium. Welche Teile tatsächlich von Carl Pfann in Zürich gefertigt und welche zugeliefert wurden ist unklar. Sicher ist nur der Verschluss von Ica und wohl auch das Objektiv. Ica A. G. Dresden wurde 1909 gegründet als Fusion von Hüttig, Krügener, Wünsche, Zeiss Palmos und später (1911) G. Zulauf in Zürich. 1926 wurde Ica ein Teil von Zeiss-Ikon. Ref.: McKeown S. 292 (über Ica). Abring I, S. 64 (ähnliche Modelle von Hüttig und von Krügener). – Zustand: Feststellschraube des Schlittens fehlt Photobibliothek.ch 11533
Sitzende Helvetia
1923: Komplizierter Belichtungsrechner Le Posographe. Breveté: France, Belg[ique], All[emagne] etc. Belichtungs-Rechenschieber mit italienischer Beschriftung, 13,5 x 9 cm, 1923. / KAUFMANN, Constr., 11 rue Republique, Puteaux, France. Je für Innen- und Aussenaufnahmen können über 6 Schieber die Daten eingegeben und die Belichtungszeit berechnet werden. Verbindung der Schieber über ein unsichtbares Hebelsystem. Seltenes und interessantes Stück. Datierung: Autochrom aufgeführt, gemäss Podlogar S. 16/18: 1923. Ref.: Podlogar S. 16/18. Photobibliothek.ch 3285
Virtuelle Ausstellung «Belichtungsmessung»
1925: Die erste Kleinbildkamera LEICA I. Kleinbildkamera, Nr. 48004, 1930. / Leitz. – Für Kleinbildfilm 35 mm. Objektiv Elmar 1:3,5 F=50 mm. Schlitzverschluss 1/20-1/500+Z. Fernrohrsucher. Erste Leica, ab 1925 produziert (erste Apparate mit den Objektiven Anastigmat und Elmax), Objektiv noch nicht auswechselbar. Ref.: McKeown S. 346. Photobibliothek.ch 572
1932: Eine Marketingstrategie, die in die Geschichte einging Preisbox. Boxkamera, ca. 1932. / AGFA. – Rollfilm 6 x 9 cm. Fixfocus-Objektiv 110mm/1:11. Verschluss M+T. 2 kleine Mattscheibensucher. Von dieser Boxkamera wurden - trotz Weltwirtschaftskriese - innerhalb weniger Monate über 1 Million Stück zum sensationellen Preis von nur 4 Reichsmark verkauft. Die vier 1-Mark-Münzen mussten von den Prägeanstalten A (Berlin), G (Karlsruhe), F (Stuttgart) und nochmals A sein. Die Marketingstrategie zur Einprägung des Markennamens A-G-F-A ging in die Werbegeschichte ein. Ref.: McKeown S. 28. Photo-Antiquaria 1+2/1991 S. 39-74, 3/1991 S. 30-35, 1/1993 S. 26-27. Photobibliothek.ch 3828
1932: Die erste Rolleiflex mit der berühmten Kurbel ROLLEIFLEX Standard 6x6. Zweiäugige Spiegelreflexkamera, No. 213494, ca. 1932. Tranportkurbel mit Zählwerk, Rotfenster am Rücken (B1-Film) und am Boden (B2-Film). / Franke & Heidecke. – Für B1-Film 6x6 und B2-Film 6x9. Objektiv Tessar 1:3,8 f=7,5 cm Carl Zeiss Jena Nr. 1338619. Compur-Verschluss 1-1/100 + B + T. Klappschacht, Mattscheibe mit Heidoscop-Anastigmat 1:3,1 f=7,5 No. 212313, Rahmensucher mit Augenspiegel im Schnittpunkt. Gegenüber dem ersten Modell von 1928 wurde beim vorliegenden zweiten Modell der Filmspulknopf erstmals durch die bekannte Rolleiflex-Transportkurbel ersetzt. Die Kamera war auch mit dem preisgünstigeren Tessar 1:4,5 lieferbar (ab 1934 kam noch das lichtstärkere Tessar 1:3,5 hinzu). - Beiliegt: Bereitschaftstasche aus Leder. Zustand: Starke Gebrauchsspuren, aber vollständig und funktionstüchtig Photobibliothek.ch 11532
1933: Elektrischer Belichtungsmesser Selenzellen-Belichtungsmesser, o.J. [ca. 1933]. Mit Irisblende und Analog-Anzeigeinstrument. In Lederetui mit eingeklebter Bedienungsanleitung. / METRAPHOT. Wurde auch mit Zubeörschuh zu Leica geliefert (1933). Ref.: Hasenbroeck S. 143. Photo-Antiquaria 3/1996. Podlogar S. 59. Photobibliothek.ch 316
Virtuelle Ausstellung «Belichtungsmessung»
1950: Leica-Kopie [Russische Kopie einer Leica II.] Kleinbildkamera, Nr. 296376, ca. 1950. / FED. – Für Kleinbildfilm 35 mm. Objektiv FED 1:3,5 F=50 mm mit Gewinde. Schlitzverschluss 1/20-1/500+Z. Durchsichtsucher und Messbild-Entfernungsmesser getrennt. FED (benannt nach Felix Edmundowitsch Dserschinski) produzierte zwischen 1934 und 1955 die berühmt-berüchtigte Kopie der Leica II in Russland. Da sie bis zur letzten Schraube dem Vorbild entspricht, wird sie heute oft als Ersatzteillager oder zur Fälschung teurer Sammler-Leicas verwendet (z.B. als vergoldete Leica II). - McKeown datiert die Nummern 200'000 bis 400'000 auf 1948 bis 1953. Ref.: McKeown S. 226/227. Abring IV/4707, 200 DEM. – Zustand: Tadellos, voll funktionstüchtig Photobibliothek.ch 11782
1955: Füllfederhalter Stylophot. Kleinstkamera in Form eines dicken Füllfederhalters, ca.1955. Mit Kunststoff-Etui, Bedienungsanleitung und Sonnenblende. / SECAM, Paris. – 16mm-Film für 18 Aufnahmen 10 x 10 mm mit 2 Spezialpatronen. Fixfocus-Objektiv 27mm/1:6,3. Einzeiten-Fallverschluss 1/50 s. Durchsichtsucher mit Rotscheibe, wenn Verschluss nicht gespannt. Ref.: Auer/Guide 235. Photobibliothek.ch 2122
1963: Beginn der Farbphotographie für jedermann Instamatic Camera 100. Kassettenkamera mit ausfahrbarem Blitz, hergestellt in Rochester 1963-1967, in Original-Kartonschachtel. / KODAK. – 126er Filmkassette für Negative 28 x 28 mm. Fixfocus-Objektiv 1:11, 43 mm, Verschluss 1/40 und 1/90 Sekunde. Leuchtrahmensucher. Die erste Instamatic-Kameras ist ein Meilenstein in der Geschichte der Photographie: Dank der neu entwickelten 126er Filmkassette entfiel das komplizierte Einfädeln des Films, und durch die automatisierte Verarbeitung wurde das Photographieren mit Farbfilm für jedermann möglich. Ref.: Coe 7/14. Willsberger, Fotofaszination, 1975, Nr. 106. Photobibliothek.ch 12007
1967: Erfolgreiche Kleinstkamera MINOX B. Kleinstkamera, Nr. 906485 [= 1967/1968]. / Minox [GmbH Giessen]. – Für Minox-Film 8 x 11 mm. Objektiv Complan 15mm/1:3,5. Lamellen-Verschluss 1/2...1/1000+B+T. Durchsichtsucher. Selen-Nachführbelichtungsmesser. Eingebaute Filter UV (fix), grün und grau. Die Minox-Kleinstkamera wurde durch Walter Zapp (1905-2003) erfunden und erstmals 1938 in Riga hergestellt («Riga-Minox» 1938-1941). Nach dem Krieg wurden 6 Modelle jeweils in zahlreichen Varianten hergestellt: Modell A 1948-1969 (noch ohne Belichtungsmesser). Modell B 1958-1972 (mit Selen-Nachführbelichtungsmesser). Modell C 1969-1978 (ab diesem Modell mit CdS-Belichtungsmesser). Modell BL 1972-1977. Modell LX ab 1978. Modell EC ab 1981. - Das vorliegende Modell B war das erfolgreichste: es wurden 384000 Stück produziert. Photobibliothek.ch 12041
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